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Imap Backup

Trotz all der Vorteile, die das Imap Protokoll mit sich bringt sollte man sich immer darüber bewusst sein, welche Gefahren das Speichern von Mails ausschließlich auf dem Server mit sich bringt. Denn wenn mal was passiert ist alles weg.
Aus diesem Grunde ist ein regelmäßiges Imap Backup unverzichtbar.

Ein Imap Backup zu erstellen ist eigentlich ziemlich simpel. Auch Imap Dienste speichern Mails im Mbox-Format. Bei meiner Installation von vpopmail auf FreeBSD werden E-Mails im Verzeichnis /usr/local/vpopmail/domains/ gespeichert. Dort findet sich für jede in den Mailserver eingetragene Domain ein Verzeichnis mit jeweils einem weiteren Unterverzeichnis pro E-Mail-Adresse in dem wiederum weitere Verzeichnisse und schlussendlich die Mails liegen. Die einfachste Methode ein Imap Backup anzufertigen ist das Kopieren der Mails in ein anderes Verzeichnis auf dem Server. In diesem Fall beispielsweise so:
cp -R /usr/local/vpopmail/domains/* /backup/mail/
Um ein so erstelltes Backup wieder einzuspielen löscht man einfach die aktuellen Verzeichnisse in /usr/local/vpopmail/domains/ und kopiert die gesicherten Dateien wieder hinein:
rm -R /usr/local/vpopmail/domains/* && cp -R /backup/mail/* /usr/local/vpopmail/domains/

Die Pfade weichen natürlich ab, sollte nicht vpopmail genutzt werden, das Grundprinzip bleibt aber das gleiche.

Doch nicht jeder hat direkten Zugriff auf seinen Webserver. Hier können Imap Backup Programme wie Imap Size nützlich sein. Dieses Tool ermöglicht das lokale Sichern und Rückspielen von Imap Accounts.

Wer Rootzugriff auf seinen Server hat und bereits sicher weiß, dass er sein Imap Backup noch regelmäßig nutzen wird, kann auch auf MboxImport zurückgreifen, ein Plugin für Mozilla Thunderbird, das einem den direkten Import von Mboxes erlaubt.

Dienstag, November 6th, 2007 and is filed under Mailserver. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

2 Responses to “Imap Backup”

  1. Benedikt (1 comments) Says:
    Februar 16th, 2008 at 13:50

    Ich würde für solch ein Backup eher zu cpdup raten statt cp. Denn so werden auch die Benutzerrechte und Attribute erhalten. Das kann gerade bei einer Wiederherstellung sehr nützlich sein.

    Insgesamt würde ich bei einem IMAP-Backup aber eher zu entsprechenden Skripten greifen, anstatt mit Kopierbefehlen evtl unnötiges Chaos anzurichten.

    Gerade für IMAP gibt es recht gute Skripte.

  2. kcore (14 comments) Says:
    Februar 17th, 2008 at 12:15

    Mit cp -p bleiben die Benutzerrechte, Executebits usw ebenfalls erhalten.
    Wenn man weiß, was man macht, ist das direkte Kopieren doch die einfachste Möglichkeit. Und davon ist bei einem Serverbetreiber ja hoffentlich auszugehen ;) In den meisten Fällen wird man ja eh einen gzipped Tarball erstellen statt einfach hin und her zu kopieren…


© 2007 - 2009 Thorsten Boock