OS X kernel_task CPU-Usage

Als ich heute in der Firma saß wurden sämtliche Anwendungen, die auf meinem MacBook liefen, plötzlich ziemlich langsam. Doch welcher Prozess sorgte dafür?

Zu meiner Überraschung fand sich der Prozess kernel_task bezüglich seines CPU Appetits auf Platz Eins wieder. Wenn ich das ganze richtig verstanden habe ist kernel_task eine Zusammenfassung sämtlicher Kernelprozesse (inkl. derer von Kernel Extensions (.kext Dateien), welche als Thread dieses Prozesses laufen. Diese Prozesse werden also anders als etwa bei Linux und BSD zusammengefasst dargestellt. Wenn man auf der Suche nach der Ursache für den von mir beobachteten Leistungsabfall ist, stört das ganz ungemein, denn man kann z.B. nicht sofort erkennen ob das Problem etwa vom Kernel Modul für das verwendete Dateisystem herrührt.

Eine Google Suche offenbarte zwar diverse Foren- und Mailinglistenbeiträge, bei denen sehr ähnliche Probleme geschildert wurden, eine Lösung fand sich jedoch nicht. So blieb mir nur noch Raten. Da ich am Vortrag Virtualbox installiert habe, wodurch auch einige Kernelmodule mitinstalliert wurden, lag dort mein erster Verdacht. Also Virtualbox samt der Module mit dem mitgelieferten Shell (Bash?) -Skript deinstalliert. Die Module wurden sofort unloaded (hm, irgendwie fällt mir gerade kein sinnvolles, deutsches Wort dafür ein… entladen oder ausladen klingt doof) doch die Prozessor-Auslastung nahm nicht ab. Aus einem komplett anderen Grund habe ich später die Dateirechte Reparieren Funktion von Disk Util angehauen. Keine sofortige Veränderung. Irgendwann ausgeschaltet.

Als ich das MacBook gerade wieder eingeschaltet habe ist wieder alles super. Da ich zwischenzeitlich diverse Versuche mit anschließenden Neustarts (etwa PRAM reset) versucht habe, glaube ich, dass eine der beiden Aktionen etwas bewirkt hat. Sie waren das letzte, was ich gemacht habe. Irgendwie fände ich es logisch wenn es die erstere gewesen ist aber vielleicht war es ja auch einfach Magie ;)

Mein System ist übrigens ein 10.5.6.